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Aryanbet: Mythen über Spielautomaten im Faktencheck

Von Matthias Hoffmeister, Datenanalyst · 26. September 2026

Wie liest man eigentlich die Paytable eines Spielautomaten, und was bedeutet ein RTP-Wert von 96 % für eine einzelne Spielsitzung bei Aryanbet? Wer die Mechanik hinter Walzen, Wilds und Freispielrunden versteht, erkennt auch, warum sich zwei Spiele mit identischem RTP völlig unterschiedlich anfühlen können.

Cascading und Tumble: Symbole fallen, das Feld füllt sich neu

Cascading- oder Tumble-Mechaniken lassen gewinnende Symbole nach einer Auszahlung vom Spielfeld verschwinden, statt die Walzen komplett neu zu drehen. Die frei gewordenen Felder werden durch nachrutschende Symbole von oben aufgefüllt, und das System prüft anschließend erneut, ob sich dadurch eine neue Gewinnkombination bildet.

Dieser Ablauf kann sich innerhalb einer einzigen Spielrunde mehrfach wiederholen, solange jede neue Konstellation wieder eine Auszahlung auslöst, und endet erst, wenn keine weitere Kombination mehr entsteht. Manche Spiele erhöhen mit jeder zusätzlichen Kaskade einen Multiplikator, der für die gesamte Runde gilt. Eine einzelne Grundwette kann so zu mehreren sichtbaren Auszahlungsschritten führen, die rechnerisch alle zu derselben Runde gehören.

Remakes und Sequels: wenn ein Slot eine Fortsetzung bekommt

Erfolgreiche Spielautomaten erhalten häufig Fortsetzungen oder überarbeitete Neuauflagen, die Grafik, Soundkulisse oder einzelne Bonusfunktionen des ursprünglichen Titels aktualisieren, während das grundlegende Spielprinzip meist erhalten bleibt. Solche Sequels tragen üblicherweise den Namen des Originals mit einem Zusatz und richten sich gezielt an Spieler, die den Vorgänger bereits kennen.

Manche Studios legen ältere, technisch veraltete Titel auch als reines Remake mit moderner Engine neu auf, ohne inhaltlich wesentliche Änderungen an Thema oder Mechanik vorzunehmen. Der RTP-Wert und die Volatilität eines Remakes oder Sequels müssen dabei nicht mit dem Original übereinstimmen, da jede Version eine eigene, unabhängige Zertifizierung durchläuft und rechtlich als eigenständiges Spiel geführt wird.

Hit Frequency und Volatilität: zwei verschiedene Werte

Die Hit Frequency gibt an, wie oft eine Spielrunde überhaupt mit einem Gewinn endet, egal wie hoch dieser ausfällt, und wird meist als Prozentsatz oder als „etwa jede x-te Runde" angegeben. Sie ist von der Volatilität zu unterscheiden, die beschreibt, wie groß die Schwankungen der Gewinnhöhe sind. Ein Automat kann eine hohe Hit Frequency besitzen, weil kleine Trostgewinne unterhalb des Einsatzes häufig fallen, gleichzeitig aber hoch volatil sein, weil seltene große Auszahlungen den langfristigen RTP tragen.

Umgekehrt gibt es Spiele mit seltenen, aber meist substanziellen Treffern und entsprechend niedriger Hit Frequency. Beide Kennzahlen zusammen ergeben ein deutlich genaueres Bild vom Spielgefühl als der RTP-Wert allein, denn zwei Spiele mit identischem RTP können sich in Spieltempo und gefühlter Gewinnhäufigkeit stark unterscheiden. Seriöse Anbieter veröffentlichen beide Werte in der Regel getrennt.

Der Mythos vom „heißen" und „kalten" Spielautomaten

Der Mythos vom „heißen" oder „kalten" Spielautomaten geht davon aus, dass ein Spiel nach einer Serie von Verlusten für eine baldige Auszahlung „reif" sei oder umgekehrt nach mehreren Gewinnen erst einmal „leer" gespielt sein müsse. Diese Vorstellung stammt aus der Zeit rein mechanischer Automaten mit begrenzten Symbolkombinationen und lässt sich auf RNG-basierte Spiele nicht übertragen.

Da jede Drehung eines Online-Spielautomaten unabhängig von allen vorherigen Ergebnissen durch den Zufallsgenerator berechnet wird, besitzt das Spiel kein Gedächtnis an vergangene Runden und keine daraus resultierende Tendenz zu einer bestimmten nächsten Auszahlung. Weder eine lange Verlustserie noch ein soeben ausgezahlter Gewinn verändert die Wahrscheinlichkeit der nächsten Runde.

Scatter-Symbole und Freispiele: wie die Auslösung funktioniert

Scatter-Symbole lösen anders als reguläre Gewinnsymbole unabhängig von ihrer Position auf den Walzen aus, sobald eine festgelegte Mindestanzahl auf dem Spielfeld erscheint, meist drei oder mehr. Am häufigsten aktivieren sie die Freispielrunde, bei der eine bestimmte Zahl an Drehungen ohne weiteren Einsatz gewährt wird, oft verbunden mit zusätzlichen Elementen wie erhöhten Multiplikatoren oder zusätzlichen Wild-Symbolen.

In manchen Spielen zahlen Scatter zusätzlich einen eigenen Gewinn unabhängig von der Freispielauslösung aus, berechnet als Vielfaches des Grundeinsatzes. Die genaue Anzahl benötigter Scatter-Symbole sowie die daraus resultierende Zahl an Freispielen sind in der Paytable des jeweiligen Spiels hinterlegt und unterscheiden sich von Titel zu Titel erheblich.

Wild-Symbole: expanding, sticky und walking im Vergleich

Wild-Symbole ersetzen bei einer Gewinnprüfung andere Symbole, um Kombinationen zu vervollständigen, treten aber in unterschiedlichen Varianten mit jeweils eigener Funktionsweise auf. Expanding Wilds dehnen sich nach der Landung über die gesamte Walzenhöhe aus, sticky Wilds bleiben für eine festgelegte Zahl weiterer Drehungen an derselben Position liegen, und walking Wilds wandern nach jeder Drehung um eine Position über das Spielfeld weiter.

  • Expanding Wild: füllt bei Landung die komplette Walze aus.
  • Sticky Wild: bleibt über mehrere Freidrehungen fixiert.
  • Walking Wild: verschiebt sich Runde für Runde weiter.

Häufig sind Wild-Varianten an Freispielrunden gekoppelt und treten im Grundspiel seltener auf. Manche Wilds tragen zusätzlich einen eigenen Multiplikatorwert.

Der Zugang zu virtuellen Spielautomaten ist volljährigen Personen ab 18 Jahren vorbehalten und wird technisch über eine Alterskontrolle abgesichert. Über das bundesweite Sperrsystem OASIS können sich Personen anbieterübergreifend von Glücksspielangeboten ausschließen lassen; weiterführende Informationen dazu bietet die BZgA auf check-dein-spiel.de.